Nach einer schier endlosen Reise sind wir alle gut in Cape Coast angekommen. Doch alles der Reihe nach:
Topfit sind wir (Leon, Mama und ich) am Samstag um zwei Uhr Zuhause losgefahren – weit kamen wir jedoch nicht. Schon ein kurzes Stück hinter unserer Einfahrt standen, völlig unerwartet, einige Freunde (Melli, Andy, Johannes, Kotschi, Romina, Babsi, Maja, Volker, Christin, Ronja) mitten auf der Straße und verweigerten mir die Weiterfahrt. Und so konnte ich ein weiteres Mal schnell meine ganzen Musiker knuddeln und bekam noch kleine Erinnerungsgeschenke --> Danke!!
Von dort an verlief meine letzte Autofahrt problemlos. Überpünktlich erreichten wir den Flughafen, was jedoch im Nachhinein von Vorteil war, denn auf diesem uns doch relativ unbekannten Terrain bewegten wir uns bedacht und gemütlich :D
Gemeinsam mit 7 anderen Freiwilligen wechselte ich, nachdem wir uns von Familien und Freunden verabschiedet hatten, das Gefährt und erreichte so gegen 12 Uhr den Flughafen in Istanbul. Nach einem kurzen Aufenthalt flogen wir weiter nach Lagos und von dort nach Accra.
Eine erdrückende Luftfeuchtigkeit und Gerüche, die mit Worten nicht zu beschreiben, sind empfingen uns dort.
Total fertig kämpften wir uns durch die uns unbekannte Gegend, ließen die strengen Einreisekontrollen über uns ergehen (Foto machen + Fingerabdrücke geben), holten uns die ersten Cedi, eine ghanaische Handykarte und unser Gepäck, was zum Glück unbeschadet und vollständig auf dem Gepäckband lag.
Jetzt sind wir endlich da, dachten wir – aber falsch. Wir waren zwar, nach insgesamt 12 Stunden Flug, schon immerhin in Ghana aber da waren wir noch lange nicht.
Es folgte zunächst eine abenteuerliche Autofahrt in einem Kleinbus. Gemeinsam mit unserer Koordinatorin Emma, einem Fahrer, 11 Freiwilligen und unserem ganzen Gepäck quetschten wir uns in diesen gurtlosen mobilen Untersatz, dessen Größe für höchstens die Hälfte von uns gereicht hätte… aber so genau nimmt man es hier scheinbar nicht.
So gegen halb drei erreichten wir dann endlich Cape Coast und wurden, mal hier und mal dort, in WGs verteilt – insgesamt wohnen wir an 4 verschiedenen Orten in und rund um die Stadt.
è Nach über 24 Stunden Reise sind wir alle dann fix und fertig und unglaublich glücklich in unserem neuen Heim angekommen!
Ich wohne gemeinsam mit Gesine, Hannah und Steffen in einer WG in North Ola, einem Stadtteil von Cape Coast.
Unter uns wohnt unser Landlord Freddy, der uns noch in der Nacht etliche mehr oder weniger nützliche Tipps und Trick auf einem „merkwürdig“ klingenden Englisch erklärte. Außer Freddy und seiner Freundin, die unter uns leben, laufen hier noch zwei niedliche kleine Kätzchen, 3 Hunde und eine Menge an Hühnern umher. Neben all diesen äußerst angenehmen Mitbewohnern haben wir leider auch noch etliche, auf die wir sehr gut verzichten könnten - z.B. Handteller große Spinnen, Ameisen jeder Größe, … Zunächst bekämpften wir diese netten kleinen Tierchen mit Insektizid, doch mittlerweile bringt Steffen unser Held sie nach draußen, oder wir lassen uns von ihrer Anwesenheit nicht mehr weiter stören :D
Ansonsten lässt es sich in unseren 4-Wänden ganz gut aushalten. Jeder besitzt sein eigenes Zimmer, wenn es auch so gut wie unmöbliert ist, wir haben !meistens! fließendes Wasser und Strom (dazu später noch mehr), Gas, … also fast alles so wie wir es kennen :D
--> Dieser Artikel ist schon ein paar Tage alt, doch ich habe erst jetzt die Möglichkeit ihn ins Netz zu stellen. Außerdem sollten einige Bilder zu sehen sein, aber meine Geduld mit dem Internet ist am Ende.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen