Sonntag, 2. Oktober 2011

Reise in den Regenwald

Unser erster größerer Ausflug führte uns heute in den Kakum-Nationalpark und anschließend in eine Krokodilfarm nur wenige Kilometer nördlich von Cape Coast. 

Um 5:30 ghanaischer Zeit Begann unser Tag – denn der gemietete Van mit Fahrer sollte  uns schon um 6:30 vor der Haustüre abholen. Überoptimistisch standen wir mit Sack und Pack an der Tür und wer hätte es gedacht, wir warteten und warteten… Tja, so gegen zehn nach sieben wurden wir dann abgeholt – für ghanaische Verhältnisse hielt sich die Verspätung doch wirklich in Grenzen.

Nachdem wir alle 14 Freiwilligen abgeholt  hatten ging es auf holprigen und löchrigen Straßen durch kleine Ortschaften und weite Landstriche in das Landesinnere Ghanas.

Am Nationalpark angekommen sahen wir, wie erwartet, eine Touristenhochburg mit überwiegend weißen Besuchern. Wir zahlten unseren Eintritt, der je nach Herkunft sehr variiert, um den Canopy Walkway, ein in Baumkronenhöhe an Seilen aufgehängter Pfad,  passieren zu dürfen. 


Gruppenbild aller Freiwilligen von dem Nationalpark

Dann ging es los. Geführt von einem Guide stiegen wir über Wurzeln, Stufen und Steine und erreichten verschwitzt kurze Zeit später den Ausgangspunkt unserer Wanderung zwischen den Riesenbäumen in luftiger Höhe. 


Regenwald soweit das Auge reicht

Ich auf dem Canopy Walkway


Es war ein unglaublich abenteuerliches Gefühl sich auf diesem wackeligen und schaukelnden Konstrukt aus Holz, Seilen und Leitern zu bewegen. Obwohl uns der Nationalparkguide erzählte, der Pfad würde regelmäßig kontrolliert und sei äußerst stabil, kamen mir hin und wieder Zweifel an der Konstruktion des Weges… Aber er behielt recht. Der Pfad war stabil und wir überquerten alle sicher den 330m langen und über 7 Brücken verlaufenden Weg (zum Teil 40m oberhalb des Erdbodens) durch die Baumwipfel.






Nachdem wir auf unserer Tour durch den Regenwald kaum Tiere zu Gesicht bekommen haben entschieden wir uns noch einen kleinen Abstecher in die, auf der Strecke liegende, Krokodilfarm zu machen. Da die Tierchen scheinbar gut gefüttert werden, konnte man sich direkt ans das Ufer stellen und nach den Krokodilen Ausschau halten – ans Land wollte keines, denn die Temperatur war, unvorstellbar für mich, zu kühl und so beobachteten wir sie doch aus einer kleinen (fast zu kleinen) Entfernung.


Ein, für meine Verhältnisse, zu nahes Krokodil :)




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